Tipps für Radfahrer

von Heinz Höcherl

Radfahren liegt im Trend und die Corona-Pandemie hat zusätzlich dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen mit dem Fahrrad fahren. Leider führt dies auch dazu, dass sich mehr Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrenden ereignen. In Bayern waren dies 2020 um 9,6 % mehr als im Jahr 2019. In der Stadt Straubing lag dieser Anstieg sogar bei 18,3 %.

Die Kreisverkehrswacht Straubing wurde am 05.Mai 1955 mit dem Hauptziel der Bekämpfung von Verkehrsunfallgefahren gegründet. Im Rahmen der Kampagne „sicher.mobil.leben.“ findet am 05. Mai 2021 eine bundesweite Schwerpunktaktion für mehr Radverkehrssicherheit statt.
Die Kreisverkehrswacht Straubing unterstützt diese Aktion und will mit wertvollen Tipps zu mehr Sicherheit für Radfahrende beitragen.
Als Grundregel für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gilt die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden untereinander.
Für alle Verkehrsteilnehmenden gilt, dass der Fokus auf dem Verkehr liegen soll, da jede Ablenkung das Unfallrisiko erhöht.
Zum Schutz von Radfahrenden müssen Rad- und Fußwege frei bleiben - Parken und Halten auf solchen Verkehrsflächen ist verboten. Gleiches gilt für Fahrradschutzstreifen. Beim Überholen von Radfahrenden ist ein ausreichender Abstand (1,50 m innerorts sowie 2,00m außerorts) einzuhalten.
Vor allem nach rechts abbiegende Fahrzeuge sollten die Gefahren des toten Winkel für Radfahrende beachten, da sich hier immer wieder Verkehrsunfälle mit schweren Unfallfolgen ereignen. Dabei gilt es für Kraftfahrende folgendes zu beachten:

• Vergewissern Sie sich beim Abbiegen mit einem zweiten und dritten Blick, dass sich niemand im toten Winkel befindet.
• Beim Abbiegen immer den Schulterblick beachten.
• Behalten Sie beim Warten und beim Anfahren an Kreuzungen den rechten Fahrbahnrand im Auge.
Aber auch Radfahrende sollten sich dieser Gefahren bewusst sein und sich entsprechend verhalten:
• Stellen Sie sich an Kreuzung in den Sichtbereich von Fahrzeugführenden oder bleiben Sie so lange hinter dem Fahrzeug,
   bis es abgebogen ist.
• Wenn Sie im Spiegel den Fahrzeugführenden nicht sehen können, werden sie von diesen auch nicht gesehen.
• Im Zweifel verzichten Sie auf Ihre Vorfahrt, bleiben Sie bremsbereit und lassen Sie dem Kraftfahrzeug den Vortritt.
Damit Radfahrende auch wahrgenommen werden, sollten diese auf eine gute Erkennbarkeit durch auffällige (reflektierende) Kleidung und vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen achten.
Die Kreisverkehrswacht Straubing unterstützt die Kampagne „Ich trag Helm“ der Deutschen Verkehrswacht. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Fahrradhelme 80 % der schweren Kopfverletzungen vermeiden können. In Straubing wurden 2020 bei Fahrradunfällen insgesamt 17 Personen schwer verletzt. Davon trugen in 11 Fällen (Anteil von 64,7%) die Radfahrenden keinen Helm. Schwere Kopfverletzungen können zu dramatischen, dauerhaften Schäden vor allem im Gehirn beim Unfallopfer führen.
Deshalb gilt:
Tragen Sie Helm – und schützen so Ihr Bestes!

Sobald es die Entwicklung der Corona-Pandemie wieder zulässt bietet Ihnen die Kreisverkehrswacht Straubing auch wieder Informationsveranstaltungen und Kurse zu vielen Themen der Verkehrssicherheit an. Näheres finden Sie unter www.kreisverkehrswacht-straubing.de.

 

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