1. Vorstandssitzung 2010 der Kreisverkehrswacht
Fahrtrichtung heißt Sicherheit

 

Kreisverkehrswacht? Sie sagt von sich selber, sie sei keine Straßenwacht, kein Rettungsdienst, keine Polizei und auch kein Automobilclub, sondern eine Bürgerinitiative, die Verkehrsunfälle zu verhindern sucht. Sie kümmert sich um die Sicherheit der Schulkinder und wirbt für mehr Rücksicht auf ältere Leute. In Straubing seit 55 Jahren. Auch heuer setzt der gemeinnützige Verein auf seine beliebte Reihe "Könner durch Er-Fahrung", ein praktisches Verkehrssicherheitstraining für Führerscheinneulinge, Vorträge für Erzieherinnen und Senioren bis hin zur Unterstützung der 25 städtischen Schulweghelfer, die unschätzbare Dienste leisten, wie Kreisvorsitzender Hans Günter Sax bei der Auftakt-Vorstandssitzung 2010 im Hotel Franziska betonte.

25 Jahre gibt es den ehrenamtlichen Dienst der Schulweghelfer in Straubing, getragen von Stadt, MSC und Kreisverkehrswacht. Bis heuer wurde nie an einem so gesicherten Übergang ein Unfall verzeichnet, bilanzierte Hans Günter Sax. Erst vor wenigen Tagen allerdings wurde ein Bub verletzt, als ihn ein 82-jähriger Autofahrer anfuhr. Den Schulweghelfer treffe keine Schuld. Der Vorfall dokumentiere umso mehr, wie wichtig dieser Dienst sei.
Viel Öffentlichkeit erreiche die Kreisverkehrswacht mit der Ehrung langjährig unfallfreier Kraftfahrer, besonders aber durch den sogenannten Trinkversuch mit Multiplikatoren aus dem öffentlichen Leben, bilanzierte Hans Günter Sax. Dabei können die Teilnehmer im Selbstversuch ihre persönliche Promillegrenze testen. Verbunden ist der praktische Test mit dem Vortrag eines Psychologen. "Für die Heimfahrt steht ein Anrufsammeltaxi zur Verfügung", flachste Sax.

Fahranfänger angeschrieben
15 mal konnte laut Moderator Franz Werner ein Kurs "Könner durch Er-fahrung" auf dem Bundeswehrgelände in Mitterharthausen angeboten werden. Stadt und Landkreis hätten dazu 1 500 Fahranfänger angeschrieben, 350 hätten sich rückgemeldet und schließlich 186 teilgenommen. Jeweils an einem Samstag konnten die Führerscheinneulinge ihr Fahrvermögen testen und sich Tipps für heikle Situationen wie Aquaplaning holen. Ein Kurs wurde 2009 sogar für Maschinisten der Feuerwehr angeboten. Gesponsert wird das Fahrtraining in erster Linie von der Sparkasse Niederbayern-Mitte.
Kreisvorsitzender Hans Günter Sax ist froh um Sponsoren, die unter anderem auch die Ausstattung von Kindergärten mit sogenannten Move-it-Boxen ermöglichten. Die Kisten enthalten Spielzeug, das die Motorik fördert. Man verspricht sich davon eine Verbesserung des Reaktionsvermögens im Straßenverkehr. 1 500 Kinder konnten zudem mit Reflektoren in Form von Teddybären ausgestattet werden. Ganz oben auf der Wunschliste von Hans Günter Sax stehen die bekannten orangen Schirmmützen für Abc-Schützen, die es neuerdings mit Beleuchtung und damit noch mehr Sicherheit gibt. Die freilich hat einen momentan unfinanzierbaren Preis.

Vielfältiges Programm 2010
Auch 2010 soll es nach einhelligem Vorstandsbeschluss dieselbe Anzahl von Trainings für Führerscheinneulinge geben, zwei Fortbildungsveranstaltungen für Erzieherinnen (Moderatorin Franziska Hirtreiter), zwei Vorträge für Senioren (Moderator Wolfgang Eberl) und Unterstützung der Schulwegdienste und Jugendverkehrsschule bis hin zu Spruchbändern "Vorsicht Schullkinder" und "Winterreifen".
Finanziert wird das breite Programm mit Mitgliedsbeiträgen -- es gibt 140 Mitglieder (á zehn Euro jährlich) --, Spenden, Sponsoring und Geldbußen, die dem Verein aus Gerichtsverfahren zugewiesen wurden. Rund 18 700 Euro kamen allein auf diesem Wege zusammen, einen Anteil gibt die Straubinger Kreisverkehrswacht vereinbarungsgemäß an die Gebiets-Verkehrswachten Bogen und Labertal ab. 32 Prozent der Ausgaben decke die Landesverkehrswacht mit Zuschüssen, so Schatzmeister Josef Limmer.
Der Arbeit der Kreisverkehrswacht Straubing zollte Bezirksvorsitzender Hubert Abbenhaus höchsten Respekt. Er dankte den Ehrenamtlichen für 500 Stunden geleistete Arbeit im letzten Jahr.



Zogen eine positive Jahresbilanz und wollen sich auch 2010 für die Verkehrssicherheit der
Bevölkerung in einem Gebiet von 80 000 Einwohnern engagieren.

(v.l.): Elementarbeauftragte für Kindergärten Franziska Hirtreiter,Geschäftsführer Hans Siedersbeck, Moderatoren
Otto Schötz und Rudolf Vogt, 1. V
orsitzender Hans Günter Sax, Bezirksvorsitzender Hubert Abbenhaus,
Schatzmeister Josef Limmer, Moderatoren Wolfgang Eberl und Franz Werner,
stellvertretender Bezirksvorsitzender
Siegfried Bäumel sowie die Vorstandsmitglieder Alfred Hopfensberger, Heinz Höcherl und Georg Kiefl